Herzlich willkommen auf dem

Brahmkamp in Albersdorf.

Besuchen Sie den Garten des Lebens.

Das ideale Ziel für Ihren Ausflug, Fahrrad- oder Motorradtour.

Ein Besuch ist auch jederzeit nach Absprache möglich.

Das Café lädt Sie jeden Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung zu Kaffee, hausgemachtem Kuchen und anderen Kleinigkeiten ein.

Aus einer ehemaligen Schuttkuhle entstand ein Park mit 22 Gartenzimmern, von denen jedes nach einem bestimmten Thema als in sich abgeschlossene Anlage gestaltet wurde.
Die einzelnen Räume bringen auf mannigfaltige Art durch charakteristische Bäume und Blumen wie auch Figuren und in Stein gemeißelte Sprüche das Wesentliche des Lebens zum Ausdruck.
Zu den Themen gehören unter anderem Kindheit, Liebe, Zeit, Frieden etc. Bummeln Sie durch die Gärten und lassen Ihren Gedanken freien Lauf. Bestaunen Sie in Ruhe die Schönheiten des Gartens oder schließen Sie sich einer Führung an mit Gelegenheit zur ausführlicher Diskussion. Wechselnde Kunstausstellungen, Musikveranstaltungen und Theateraufführungen erwarten Sie.

Die Gärten und Café sind ab sofort geöffnet bis Mitte September 2016.

"Wir & der Rest der Welt"

Unter diesem Motto findet in unserer Hofgalerie vom 12.06. bis 26.06.2016 eine Kunstausstellung des Malers Norbert Pralow statt. Sie ist Sonntags und nach Vereinbarung geöffnet. Mit spitzer Feder weist der Karikaturist auf die aktuellen Themen Dithmarschens hin.
Der Eintritt ist frei.

Falls Sie für den Sommer 2016 ein ausgefallenes
und schönes Ausflugsziel suchen, melden Sie sich bitte
rechtzeitig unter einer der unten genannten Telefonnummern an.

Terminvergabe für Gruppen unter:
Tel. 05251-24735 oder 0173-7370469.

Freunde der Brahmkampsgärten.

Sie erreichen uns über die Autobahn A23, Abfahrt Albersdorf.
Richtung Albersdorf, nach 700 m. links abbiegen
in den Brahmkampsweg. Folgen Sie dann der Beschilderung.
Zufahrt nach links über eine alte Lindenallee.

Parkgelegenheiten für Reisebusse vorhanden.

Zwischenzeitlich wurde das Tor an der Zufahrt zur Allee verbreitert, so daß Busse direkt bis auf das Hofgelände fahren können.




  



Luftaufnahme der Brahmkampsgärten in Albersdorf Luftbild Copyright by Thomas Ferri - www.sky-operator.de, Bildbearbeitung by René Bohr - Multimedia Service SH

Brahmkampsgärten Albersdorf

Aus einer ehemaligen Schuttkuhle auf dem Gelände des Hofes Brahmkamp in Albersdorf entstand ein Park mit 22 Gartenzimmem, von denen jedes nach einem bestimmten Thema als in sich geschlossene Anlage gestaltet wurde. Die einzelnen Räume bringen auf mannigfaltige Art durch charakteristische Bäume und Blumen wie auch durch Figuren und und in Stein gemeißelte Sprüche das Wesentliche des Lebens zum Ausdruck.

1.Gartenzimmer    : „Abrahams Schoß“ oder Garten der Zeit vor der Geburt

Wir selber können uns an diese Zeit nicht erinnern. Große unregelmäßig verlegte Krustensteine aus Anröchter Dolomit geben ein Gefühl der Unsicherheit, wenn man darüber geht. Die teilweise exotischen Pflanzen befremden mit ihren Riesenblättem und unbekannten Blüten.

2.Gartenzimmer    : Garten der Kindheit

Gleich hinter dem engen Tor, welches die Geburt symbolisieren soll, fallt der Blick auf die Marmorbüste eines kleinen Mädchens. Diese Figur rührt den Betrachter durch die kindliche Unschuld, die sie ausstrahlt. Ein gewundener Weg fuhrt an vielen Dingen vorbei, die uns in der Kindheit wichtig waren: wie z.B.ein großer Ball, ein Hüpfspiel, ein kleiner Märchenwald und Schneewittchen mit den sieben Zwergen.

3.Gartenzimmer    : Garten der Liebe

Ein wunderschönes Rosenbeet bedeckt die erste Hälfte dieses Gartens. Ist doch die Rose das Symbol für das tief empfundene Gefühl der Liebe. Zwischen den Rosen liegen auf dem Boden Wesersandsteine mit Zitaten. Zwei Bänke laden zum Verweilen ein, denn von hieraus sieht man auf einen großen Knotengarten. Das alte Muster eines Liebesknotens wurde in etwas veränderter Form mit Buchspflanzen dargestellt. In der Mitte eine große Plastik aus Eisen. Sie zeigt drei Herzen auf einer Linie.

4.Gartenzimmer    : Garten der Ordnung

Die Wege und eine rechteckige Rasenfläche sind mit Betonkanten eingefasst. Kugelakazienbäume stehen in Reih und Glied. Es gibt Abschnitte im Leben, in denen alles geregelt ist. In denen alles nach einer bestimmten Ordnung ablaufen muss. Das Erlernen des Einhaltens von Regeln ist Voraussetzung für das Funktionieren jeder Gemeinschaft, und sei sie noch so klein.

5.Gartenzimmer    : Garten des Labyrinths

Diese Form des Gartens gab es schon in der Antike. Im wirklichen Leben verirren wir uns oft.

Wir müssen dann „umkehren“, unsere Meinung oder unser Verhalten ändern. Aufgeben gilt nicht.

6. Gartenzimmer : Garten der Muße,

Eiben sind nach einem Muster des 17. Jahrhunderts gepflanzt. So entstehen einzelne Räume und Durchgänge. Das Ganze bildet einen Ort der Ruhe und Harmonie. Man kann Platz nehmen und seinen Gedanken nachhängen. Solche Pausen benötigen wir in diesem Leben mit all seiner Hektik und seinem Stress.

7.Gartenzimmer    : Garten der Not, der Sorge und der Angst

Bäume sind an Eisenstangen gebunden, die sich alle in eine Richtung neigen : nach Norden, wo die Sonne nicht scheint. Sorgen, zu viel Arbeit, zu viel Kummer bedrücken die Menschen. Oft haben sie das Gefühl, dass ein Mahlstein, wie er in diesem Garten steht, an ihrem Hals hängt. Es gibt eine alte Weisheit: „Wende dein Gesicht zur Sonne, dann fallen die Schatten hinter dich.“

8.    Gartenzimmer: Garten des Todes

Im Hintergrund befindet sich eine runde Hecke mit einem kleinen Durchgang. Gehen wir hin, um zu sehen, was sich dahinter verbirgt, finden wir ein „schwarzes Loch“, einen runden Teich mitten im Rasen, dessen Wasserspiegel schwarz erscheint.

Im linken vorderen Teil des Gartens „versinkt“ ein alter Grabstein zu einem Drittel im Boden. In den nächsten Jahren wird er immer tiefer sinken. Was nehmen wir mit von all unserem Reichtum?

9. Gartenzimmer : Garten der Fülle Am Eingang wollen zwei Putten mit ihrem Lächeln und den Trauben in den Händen uns darauf

hinweisen, wie wir oft Leben in Fülle haben. Wir sollten es genießen wie Bacchus, dessen Figur im Hintergrund steht. „Alle Lust will Ewigkeit“ sagt der Volksmund. Dies bringt ein Weg zum Ausdruck, der in Form einer Spirale gestaltet wurde.

10. Gartenzimmer : Garten des „Maßhaltens“

Die „Maße“ ist ein vergessener Begriff des Mittelalters, der immer aktuell bleibt, auch heute. Am Ende eines Ganges aus Spalierobst fällt der Blick auf eine tönerne Amphore. Wenn wir „Früchte“ ernten und Maß halten, können wir die „Ernte“ einige Zeit aufbewahren.

11 .Gartenzimmer : Garten der Trennung

Zwei Reihen aus Sandsteinplatten laufen nebeneinander. Plötzlich ändern sie ihre Richtung. Zwei Menschen, die zusammengehören, müssen Probleme bewältigen. Gemeinsam schaffen sie es. Aber dann kommt plötzlich ein Zeitpunkt, wo es schwer fallt, offen miteinander zu reden. Es kommt zum „Knall“. Die Sandsteinreihen gehen plötzlich diametral auseinander. Eine Verbindung der Enden ist nicht mehr möglich. Ein Chaos breitet sich aus.

12.Gartenzimmer . Garten des Chaos

Ein Platz aus Kiesel wie eine Steinwüste. Darin Felsbrocken, die wie zufällig angeordnet sind.

Man kann sie nicht wegräumen. Sie streben in ihrer Anordnung auseinander. Das Chaos ist oft Voraussetzung dafür, dass schöpferische Energie freigesetzt und wirksam werden kann.

13.    Gartenzimmer : Garten der Trauer

Die Trauer kann einen Menschen erfassen wie die Welle eines Tsunamis und ihn einfach mit sich fortreißen. Oft ist der Mensch absolut machtlos gegen dies Gefühl. Eine überhöhte steinerne Welle soll dies symbolisieren. Der Garten endet mit einer Schwelle aus Erde und Steinen. Mitunter muss man aktiv eine Schwelle überschreiten, um sein leben wieder in gesunde Bahnen zu lenken.

14.    Gartenzimmer : Der Paradiesgarten

Jeder sehnt sich nach dem Paradies, und jeder hat ganz bestimmte Vorstellungen vom Paradies.

So enthält der Garten einen Mispelbaum, einen Feigenbaum und einen Brunnen, dessen Ströme

in alle vier Himmelsrichtungen fließen. Der Paradiesgarten ist von einem Zaun umgeben, wir können ihn nicht betreten.

15.    Gartenzimmer: Garten der Begegnung und des Gesprächs

Die Lindenallee ist so schmal, dass man eng nebeneinander hergehen muss. So ist man gezwungen, miteinander Kontakt aufzunehmen. Die Einsamkeit ist ein zunehmendes Problem in unserem Land. Die Lindenallee ist zwar eng, aber zwischen den Bäumen sieht man die Weite des Gartens, die schönen Blumen und die vielen verschiedenen Bäume und Sträucher. Am Ende der Allee erwartet den Besucher ein offener Platz. Im Hintergrund steht eine Gruppe von mehreren Eisen-Elementen, die aufeinander ausgerichtet sind. Ein Element wendet sich von der Gruppe ab. Diese Plastik soll eine Gruppe von Menschen symbolisieren, die miteinander im Gespräch sind.

16.    Gartenzimmer: Garten der Freude

Große “gepflasterte Blüten“ sind mit bunten Sommerblumen bepflanzt. Der Weg durch den Garten ist gleichzeitig der Stiel der Blume. Zwei moderne Bänke haben die Form von Blättern. Eine Studie hat ergeben, dass am häufigsten Blumen gewählt werden, um jemandem eine Freude zu machen. Neben vielen, vielen anderen Dingen ist es vor allem die Musik, die vielen Menschen Freude bereitet. Im Hintergrund dieses Gartenzimmers sitzt auf einem kleinen Sockel der Flötenspieler Camillo. Bei dieser Plastik handelt es sich um die Kopie einer Bronzefigur aus Italien.

„Jede Freude, die man gibt, kehrt ins eigene Herz zurück“. Dies bekannte kleine Sinngedicht, begrüßt den Besucher am Eingang dieses Gartenzimmers.

17.    Gartenzimmer: Garten des Friedens

Dominiert wird dieses Gartenzimmer durch einen Friedensengel. Er schwebt über einem Stein, in den der Bildhauer einige Gebäude des Ortes Albersdorf und mehrere Köpfe eingemeißelt hat, u.a. vom Pfarrer, vom Bürgermeister, aber auch von Kindern und Menschen aller Altersgruppen. Gegenüber stehen fünf Steine, die von dem Friedhof in Süderhastedt stammen. In die Steine wurden fünf Voraussetzungen für Frieden eingemeißelt: Gerechtigkeit, Toleranz, Versöhnung, Abrüstung, Respekt.

18.Gartenzimmer:    Garten der Zeit

Mit der Zeit ist das schon eine seltsame Sache : Sie ist unendlich lang, aber meistens viel zu kurz. Sie ist unsichtbar, kann aber trotzdem gemessen werden. Wie viele Philosophen und Wissenschaftler haben sich schon mit dem Begriff der Zeit auseinandergesetzt! Sie scheint heute das Wichtigste zu sein, was man besitzt. Der Garten mit seinen verschiedenen Wegführungen symbolisiert den immer währenden Kreislauf von Werden und Vergehen. Die lange rote Bank soll Zeichen sein für die langsam vergehende Zeit. Nimmt man auf ihr Platz, hat man Zeit, über die „Uhrstele“ nachzudenken. In ihr ist eine „Dali-Uhr“ eingemeißelt, an den Seiten die beiden Sprüche :

„Carpe diem“: Nutze den Tag und „Tempus fugit“: Die Zeit flieht. Zu diesem Gartenzimmer gehört ein Hügel. Wenn man ihn besteigt, hat man von oben eine schöne Aussicht über die verschiedenen Gärten, die man schon durchwandert hat. Man sollte sich auch im Leben hin- und wieder Zeit nehmen, um auf sein eigenes Leben zurückzublicken.

19. Gartenzimmer:    Garten des Alters

Dieser Garten liegt an einem Hang, der aus Mangelboden besteht. Teilweise wächst hier nicht einmal Gras. Wir überließen die Natur‘weitgehend sich selbst, pflanzten nur wenige Bäume, von denen wir wussten, das sie diesen Boden lieben. Zu unserer großen Überraschung siedelten sich dann viele bunte Blumen von allein an. Sie sind teilweise nicht üppig in ihrer Größe, aber wunderschön in Farbe und Gestalt. So besteht auch das Alter nicht nur aus Kargheit und „Disteln“. Es gibt viel Schönes. Man muss es nur sehen wollen. Auf dem grünen Stein am Wegrand ist der Spruch des alten Propheten Kohelet eingraviert: „Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch“. Im Alter muss man sich den auftretenden Problemen stellen, man muss akzeptieren, dass man zunehmend Hilfe braucht. Hilfe annehmen ist weit schwieriger als Hilfe zu geben. Hilfe mit Dankbarkeit annehmen zeigt wahre Größe. Eine Eisenplastik in Form einer großen ausgebreiteten Hand soll dies unterstreichen. Gleichzeitig soll diese Figur auch Mahnung sein : Kann ich im Alter Hilfe erwarten, wenn ich vorher nicht selber Hilfe gegeben habe?

Am Hang stehen drei eiserne Tore : Tore der Erinnerung. Ältere Menschen wollen häufig nicht

lesen oder femsehen, wie abwesend sitzen sie da, den Blick nach innen gerichtet. Sie hängen einfach ihren Gedanken nach. Sie leben in ihrer Erinnerung. Die Tore, die sie öffnen, können in glückliche Zeiten führen, können aber auch schreckliche Erlebnisse wachrufen.

Begrenzt wird das Gartenzimmer durch einen „Zaun“ aus mehreren Sandsteinpfosten. Das Alter ist die letzte Periode im Leben des Menschen. Er hat mitunter das Gefühl, mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Die Sandsteinpfosten stehen in gewissen Abständen zueinander, durch die man den Himmel sehen kann. Welch ein Glück für den alten Menschen, wenn er sich nicht dem main- stream Denken der heutigen Zeit angeschlossen hat und noch zu transzendentem Denken fähig ist.

20.Gartenzimmer : Garten der Weisheit

Über „Stufen“ muss man steigen, um in den Garten der Weisheit zu gelangen. Symbol der Weisheit ist die Eule. Sie steht auf einer zweiteiligen Stele. Hinter der Aussage eines Weisen verbirgt sich oft ein tiefer Sinn, den man nicht sofort versteht. Der Begriff „Weisheit“ hat die griechischen Philosophen seit Sokrates sehr beschäftigt. „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist die Inschrift einer Platte am Wegrand. Nicht einfach Vorbeigehen kann man an einer Stele mit einem konkaven, einem konvexen und einem planen Spiegel: „Erkenne dich selbst !“ heißt die Aufforderung. Eine Steinbank lädt zum Verweilen und Nachdenken ein.

21. Gartenzimmer : Garten des Theaters In den Hang ist ein kleines, von Weinstöcken umgebenes Theater eingebaut. Wie oft im Leben müssen wir Theater spielen! Oft hat man das Gefühl, dass das ganze Leben ein Theater ist, in dem jeder seine „Rolle“ spielt. Für viele Menschen wird die Grenze zwischen virtueller und realer Welt immer unschärfer. Wer sucht noch die Wahrheit? Die Wahrheit, die zu wirklichem Glück führt?

22.Gartenzimmer: Garten des Tempels

Ein kleiner Tempel steht über dem Wasser eines Sees. Wenn der Sonneneinfall passend ist, scheint er fast zu schweben. In seinen Boden aus Sandstein ist der Satz eingraviert: „Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.“ Nachdem der Besucher so viele schöne Dinge wie Pflanzen , Bäume, Steine etc. gesehen hat,
drängt sich ihm nicht die Frage auf: "Wer hat all das Schöne geschaffen?" Ja wer?  

 

  Fotos von Herrn Olaf Willuweit.
(C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit (C) Olaf Willuweit